Guten Morgen und herzlich willkommen!

Das Buch: Altern für AnfängerSie interessieren sich für das Altern? Für das Ihre im Besonderen?
Aber Sie wollen nicht so alt werden, wie Sie es leider bei… oder bei… beobachtet haben? Lieber zum Beispiel wie Henning Scherf, der Ex-Bürgermeister vom Bremen, der bereits seit 23 Jahren in einer Alten-WG wohnt? Dem es blendend geht, und der seinen Unruhestand aus vollen Zügen genießt?
Sie wollen selber einen Entwurf machen?
Sie wollen alt werden, aber “jung” sterben?

Dann sind Sie hier richtig. Goldrichtig!

Buchempfehlung

Wenn sich jemand tatsächlich sehr gründlich über die allermeisten Facetten dessen informieren möchte, was ich hier einmal “Neues Altern” nennen möchte, dem kann man ihr oder ihm nur das neunbändige Werk Altern in Deutschland (Hg.: Jürgen Kocka und Ursula M. Staudinger) ganz nachhaltig ans Herz legen. Interdisziplinäre Forschergruppen haben alles Denkbare zum Thema zusammengetragen, um der Politik Handlungsempfehlungen geben zu können. Die Bände sind in der Hallensichen Reihe “Abhandlungen der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina” 2009 erschienen und von der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft zu Stuttgart veröffentlicht worden. Die Beiträge sind mehrheitlich trotz des wissenschaftlichen Herangehens gut lesbar und sensibilisieren einen für die ganze Breite von Handlungsfeldern, die mit  dem Thema in Kontakt stehen. Der neunte und letzte Band bildet die Quintessenz: Gewonnene Jahre – Empfehlungen der Akademiengruppe Altern in Deutschland. Wie schön wäre es, wenn die, die da zuhören und ableiten sollten, es auch tatsächlich täten…

Aber wenn  die zum Thema wohl inormierte Öffentlichkeit größer würde, wäre dies ja auch schon ein Gewinn. Die Erkenntnisbasis ist mit dieser Veröffentlichung jedenfalls gegeben!

Sonntag, 27. Juni 2010
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Dirk Getschmann
Abgelegt unter: Allgemein, Bildung, Demographie, Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft

Einfach ausprobieren

Kleine motorische Änderungen bzw. Experimente, Brüche mit dem Gewohnten führen nachweislich zu neuen Verschaltungen in unserem Gehirn und bauen auf diese Weise der Demenz vor. Nicht immer, aber doch so oft, dass sich ein Nach- und vor allem Ausdenken in diesem Bereich durchaus lohnt. In unserem Büchlein hatten wir das Zähneputzen mit der anderen Hand vorgeschlagen. Wer dies mittlerweile aus dem FF beherrscht, wird sich vielleicht fragen, was er denn noch ändern könnte. Wo können wir gefahrlos die “Standardhand” gegen die “Kürhand” tauschen? Wie wäre es beim Flaschenöffnen? Egal ob, Drehverschluß, Kron- oder Weinkorken, alles ist uns geläufig und geht meist locker von der Hand – so lange wir die immergleiche benutzen. Testen Sie mal, was passiert, wenn Sie die andere Hand beauftragen! Und nicht gleich aufgeben. Ein paar Wiederholungen sollte man sich schon zumuten.

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Irgendwann schafft´s auch diese!

Aber man sollte es mit den Experimentieren auch nicht zu weit treiben: sowohl bei Naßrasur als auch bei der Nagelpflege sollte man zunächst besser nur die sichere Gewohnheitshand ran lassen.

Montag, 7. Juni 2010
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Dirk Getschmann
Abgelegt unter: Allgemein, Gesundheit und Wohlbefinden

Zitat des Tages

“Man wird ein Greis, wenn man sich zu nichts mehr verpflichtet fühlt.”

Max Frisch: Entwürfe zu einem dritten Tagebuch

Konsequenterweise müsste nun hier ein Lob der Selbstverpflichtung folgen.
Aber letztlich ist jeder seines Glückes, also seiner Verpflichtungen Schmied.

Freitag, 28. Mai 2010
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Dirk Getschmann
Abgelegt unter: Allgemein und Kultur

Lieber selbst heilen?

Natürlich möchte ich der deutschen Ärzteschaft und ihren besorgten Besuchern nichts ans Zeug flicken. Aber es fällt schon auf, dass der Durchschnittsdeutsche ca. dreimal mehr Besuche bei Tante oder Onkel Doktor absolviert als beispielsweise der Durchschnittsschwede. Liegt das an den weiteren Wegen oder an dem höheren schwedischen Selbstvertrauen, schon zu wissen, was für einen selbst gut ist? Nun, ich weiss es auch nicht, aber es lohnt vielleicht, vor dem nächsten Arztbesuch diesen selbst einmal probeweise in Frage zu stellen. Ein Gedicht aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts kann hier unterstützen:

Der wider die Gesätze der Arzneykunst genesene Bauer

Ein Bauer machte sich vom Fieber
Mit Wein und Pfeffer glücklich frey.
Ein junger Doctor lachte drüber,
Und sprach, daß das unmöglich sey.
Ja sagte Jener, der genesen,
An diesem liegt mir nicht ein Haar,
Obs möglich oder nicht gewesen;
Genug für mich: Es ist doch wahr.

Carl Friedrich Drollinger

Mittwoch, 26. Mai 2010
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Dirk Getschmann
Abgelegt unter: Allgemein, Gesundheit, Humor, Philosophie und Wohlbefinden

Tja, die Alten sind einfach nicht mehr brav

Die Zeiten, da im gediegenen Alter Anzüglichkeiten und politisch unkorrekte Späßchen gar nicht gingen, sind glücklicher Weise vorbei. Dass es mit der Jugend abwärts geht, ist ja nun  ein 3000 Jahre alter Topos. Und seit 3000 Jahren ist er falsch. Aber dass es mit den Alten immer langweiliger wurde, stimmte leider doch. Dies scheint sich aber nun auch langsam zu ändern. In summe: die Jungen sind nicht mehr ganz so aufmüpfig, die Alten nicht mehr ganz so bieder. Das erhöht die Chance, dass der Gesprächsfaden zwischen den Generationen nicht abreißt. Und davon haben ja eigentlich alle etwas.

opaimlab

Copyright: Matthias Henrici,Web Arts AG 2010

Freitag, 30. April 2010
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Dirk Getschmann
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Immer mehr kümmern sich

Noch vor Jahresfrist stiess man eher zufällig im Internet auf Initiativen, die sich irgendwie mit dem Thema Älterwerden beschäftigten; heutzutage wird man auch in der analogen Welt immer mal wieder mit einem Flyer oder einer Werbeanzeige zum Thema konfrontiert. Das heisst: langsam sickert die Erkenntnis des demografischen Wandels und der älteren bundesrepublikanischen Arbeitsplatzbelegschaft auch in die Allgemeinheit durch. Diesmal wurde ich auf die Inqa (Initiative Neue Qualität der Arbeit) aufmerksam. Eine Initiative, die von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin unter Einbezug des politisch korrekten Umfeldes (Gewerkschaften, Ortskrankenkasse, Länderministerien etc.)begründet wurde. Wenn ich es recht verstehe, geht es um die Bekämpfung von Vorurteilen gegenüber älteren Arbeitnehmern und die Unterstützung von Unternehmen, um mit ihrer alternden Belegschaft medizinisch wie psychologisch richtig umzugehen. Eine ganze Reihe von Flyern stehen zum kostenfreien Download bereit. Lokale Netzwerkpartner werden genannt. Arbeitgeber, die das Gefühl haben, sie muessten etwas tun, da sich auch in ihrem Haus das Durchschnittsalter der Belegschaft immer weiter gen 50 fortentwickelt, bekommen hier Anknüpfungspunkte en gros. Nur machen muss man selber. Jedenfalls schadet es nicht, auch den eigenen Arbeitgeber auf diesen Verbund hinzuweisen.

Dienstag, 13. April 2010
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Dirk Getschmann
Abgelegt unter: Allgemein, Arbeitswelt, Demographie, Gesellschaft, Gesundheit, Staat, Wissenschaft und Wohlbefinden

Alte denken voran

In allen Leitmedien ist heute eine Kritik der gestrigen Beckmann-Sendung zu lesen. Grund: Alt-Kanzler Helmut Schmidt (91) und der deutsch-amerikanische Historiker Fritz Stern (85) waren als Gäste im Studio. Dort, wo gemeinhin nur lauwarme Unterhaltungsbrühe serviert wird, gab es nun heisse Bewunderung für das barrierefreie Gespräch zweier Politintellektueller, denen von der Enkelgeneration höchstens…ja, wer eigentlich? das Wasser reichen könnte. Einerseits liesse sich nun trefflich über die Untiefen der Tagespolitik zwischen Westerwelle und Rüttgers lamentieren, aber man kann auch – themengemäß – “Chapeau” sagen. Das Denken – soweit es nicht frühzeitig in einem Rentenkoma versenkt wird – ist auch im sehr hohen Alter zu einer Themen- und Anekdotenverschränkung fähig, die mit ihrer schieren Lust an Wissen und Argumentieren auch viel, viel Jüngere zu infiszieren vermag. Danke, Ihr Vorbilder!

Dienstag, 23. Februar 2010
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Dirk Getschmann
Abgelegt unter: Allgemein, Gesellschaft, Kultur und Staat

Silver Tsunami

Als wir in unserem Buche vom “demographischen Tsunami” sprachen, klang das in manchem Ohr zu alarmistisch. Nun stellt The Economist – ein für seine britische Unaufgeregtheit bekanntes Magazin – einen Beitrag über die alternde Arbeitnehmerschaft in vielen Ländern unter den Titel “The silver tsunami” (Vgl. The Economist, Feb.6th, 2010, S. 64). Die Zeitschrift beklagt, dass sich nur die wenigsten Unternehmen mit der Herausforderung einer alternden Belegschaft kreativ auseinandergesetzt hätten. Es gibt auch Ausnahmen: Netto, die dänische Einzelhandelsgruppe, experimentiert mit Läden deren Belegschaft grundsätzlich 45 Jahre und älter ist. Schwedens Elmhults Konstruktions und das niederländische Unternehmen Hazenberg Brew haben Mentoring-Systeme eingeführt, um jungen Mitarbeitern die Chance zu geben, von ihren Vorgängern kompetent eingearbeitet zu werden. BMW wird als Vorreiter im Produktionssektor ausdrücklich erwähnt. Aber aufs Ganze gesehen muesste viel mehr passieren. Das Magazin geht so weit, dies zu einer Überlebensfrage für viele Unternehmen zu machen. Mal sehen, ob, wo und wann dies fruchtet.

Dienstag, 9. Februar 2010
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Dirk Getschmann
Abgelegt unter: Arbeitswelt und Demographie

Emotionale Stabilität

“Freu Dich an dem was Du hast, denn Glück ist ein seltener Gast” – Eine Kachel mit diesem Merkspruch hängt in der Küche meiner Mutter. Lange Zeit kam er mir bitter bescheiden vor. Nun zeigt sich: die meisten Alten brauchen solcherlei Aufrüttler gar nicht. Das Online-Wissensmagazin Scinexx berichtet über eine Studie, die belegt, dass ältere Menschen deutlich mehr in der Lage sind, sich positive Gefühle zu erhalten und zu verstärken als jüngere Menschen dies vermögen. Genau umgekehrt verhält es sich bei Pubertierenden: Sie scheinen sogar bemüht, ihre häufig auftretende “miese Stimmung” zu verlängern. Beachtet man nun, dass im Zuge eines Umbaus der Gehirnarchitektur während der Pubertät die neuronalen Verbindung zwischen dem kognitiven Steueraggregat im frontalen Kopfbereich und der “Gemütsküche” tief im Hirninneren sehr deutlich herabgesetzt werden, so kann  man sich einmal mehr darüber freuen, die “Flegeljahre” hinter sich zu haben.

Warum die Fähigkeit zur positiven Selbstkonditionierung nicht gleich nach der Pubertät beginnt, sondern erst im dritten Lebensabschnitt richtig deutlich wahrnehmbar wird, ist noch unbekannt. Aber auf ein emotional lichteres Alter darf man sich ja auch ohne wissenschaftliche Begründung  freuen.

Dienstag, 12. Januar 2010
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Dirk Getschmann
Abgelegt unter: Allgemein, Wissenschaft und Wohlbefinden

Perlchen im Netz

Im Prinzip weiss das Internet mittlerweile fast alles, was der Menschheit an Wissen insgesamt bekannt ist. Aber man kann – Suchmaschienen hin oder her – stundenlang durchs Meer der Informationen eilen, ohne das zu finden, was einem wirklich wichtig ist. Dies macht vor keiner Altersgruppe halt. Sich Mühe geben, Geduld haben, alternative Suchworte versuchen: es dauert seine Zeit. Per Zufall bin ich auf eine (wahrscheinlich neue) Seite gestoßen, die sich offensichtlich die zentrale Erfassung und Information über/von Bildungsangeboten für Ältere zum Ziel gesetzt hat.  Noch sind nicht allzu viele Institutionen und damit auch Termine verzeichnet. Ist das überhaupt sinnvoll? Wer wird sich für einen Origamikurs oder ein Internetpraktikum in eine andere Stadt bewegen? Mir scheint hier eine Erhöhung der Angebotstransparenz im Kommunal- oder Bezirksbeeich sinnvoller. Aber: besser zu viel als zu wenig Informationen.

Dienstag, 5. Januar 2010
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Dirk Getschmann
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Der zweite Blick auf die Statistik

Die demografische Entwicklung wird landauf, landab bedauert, begrüßt, besprochen – je nach Standpunkt und Marktinteresse. Ein zweites Hinschauen nutzt aber auch bei den gemeinhin als Standards gesehenen “Vor-Urteilen”: Immer mehr Menschen werden in diesem Land immer älter, also werden auch immer mehr Menschen pflegebedürftig. Nein, das ist so plan nicht richtig. Dankenswerter Weise räumt der Pflegereport der GEK mit diesem Ammenmärchen auf: “….das altersspezifische Risiko, pflegebedürftig zu werden, (ist) zwischen 2000 und 2008 bei Männern jährlich um ein Prozent und bei Frauen um 3,6 Prozent gesunken.” Wir altern also gesünder. Der Report fasst noch eine ganze Reihe von interessanten Daten zur Pflegesituation in Deutschland, besonders aber zu ihren regionalen Unterschieden in den einzelnen Bundesländern zusammen. Jeder hat die Freiheit, sich desinteressiert zu diesem Thema zu verhalten, aber es kann keiner mehr behaupten, diese oder jene Entwicklung habe er nicht ahnen können. Die Transparenz  im gesamten Pflegebereich nimmt dankenswerter Weise schnell zu.

Dienstag, 24. November 2009
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Dirk Getschmann
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Zwischen Spendenaufrufen

Marzipan im Supermarkt, Weihnachtsschmuck in den Kram- und Resteläden, Spendenaufrufe im Briefkasten: wir müssen uns Weihnachten nähern. Jedes Jahr erlebe ich die packenden emotionalen Angriffe auf mein Konto. Kinderdörfer, Blinde, Taube, Gaumenspaltenleidende, Waisen und ach, so viel Elend auf dieser Welt. Zum ersten Mal und damit neu in meinem Briefkasten die Alzheimer Forschung Initiative e.V. Aber hier gibt es nicht nur den allfälligen Überweisungsvordruck, sondern auch ein paar sinnige Vorbeugungstips:

Regelmäßige körperliche Betätigung

Gesunde Ernährung (mediterrane Kost)

Stete geistige Herausforderung

soweit bekannt und auf verschiedensten Kanälen gehört und selbst gesendet. Aber für mich neu ist der letzte Punkt:

Soziale Kontakte.

“Alleinstehende haben ein doppelt so hohes Risiko, an Alzheimer zu erkranken, als Menschen in fester Bindung.” Das ist doch wirklich erstaunlich und sollte ein Weckruf sein, seine Freund- und Bekanntschaften intensiv(er)  zu pflegen. Sie haben wohl im wahrsten Sinne eine existentielle Bedeutung!

Freitag, 6. November 2009
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Dirk Getschmann
Abgelegt unter: Allgemein, Ernährung, Gesellschaft, Gesundheit und Sport

Bitte ins Kino gehen – unbedingt!

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Zeichentrickfilme sind vor allem etwas für Kinder. Eine lieb gewonnene Erkenntnis, die bis vor einigen Jahren auch ihre Richtigkeit hatte. Bis sich die Disney-Studios der Unterstützung der Filmanimateure von Pixar versicherten. Schon bei „Findet Nemo“, „Ratatouille“  und „Wall-E“ – um nur drei frühere Produktionen zu nennen – waren viele der liebevollen Details nur Menschen mit größerer Lebenserfahrung als sie der scheinbare Kernzielgruppe der 5 bis 15jährigen gegeben ist, zugänglich.
Mit „Oben“ gehen die wunderbaren Pixarkünstler noch einen Schritt weiter: der Verlust des    Ehepartners und die Folgen soziale Vereinsamung bilden den in Moll gehaltenen Auftakt zu diesem großen Film. Natürlich gibt es bunte Gesichter und sogar eine beeindruckende 3D-Animation, aber die wahren Qualitäten dieses Streifens liegen in dem Mut, Altersprobleme und -herausforderungen unter der leuchtenden Firnis eines Animationsfilms zu thematisieren. Die Verknüpfung der fröhlichen, spannenden, von bunten und vielfältigen Charakteren bevölkerten Oberfläche mit der Tiefenschicht von Abschied, Neudefinition des eigenen Lebens oder der Kraft der Träume verdient den Titel „meisterlich“.
Das Skelett der Geschichte ist schnell erzählt: Nach dem Tod seiner Frau und einer längeren Trauerphase reist ein alter Mann – unfreiwillig begleitet von einem Pfadfinderjungen – mit seinem Haus zu den Traumbergen seiner Kindheit. Dort trifft er… (nein, das sage ich jetzt nicht, sonst habe ich zu viel verraten). Mit Intelligenz, Zähigkeit und wiedergewonnener Energie (Dauer-Fernsehkucken im Sessel macht eben schlapp) rettet er schließlich sich, den Jungen und zwei Tiere aus der Bredoullie. Nebenbei findet er so für sein Leben einen neuen Sinn durch die gewonnene Nähe zu dem Pfadfinderjungen. Soweit die Handlung. Aber der Tiefgang von Motiven, Details und Einstellungen entfaltet sich zwischen all diesem. Auch ein geübtes Cineastenauge wird beim ersten Mal kaum die Fülle dieses Filmlebens auskosten können. Man sollte nie aufhören anzufangen. Dieser Film lehrt, dass dies nicht nur für die Neudefinition der Zielgruppe von Animationsfilmen gilt.

Große Kunst kann Leben ändern – auch dieser Film!

Einen Trailer kann man hier ansehen.

Samstag, 10. Oktober 2009
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Dirk Getschmann
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Seniorenportale

Auch in diesem Weblog war schon häufiger zu lesen, dass die Älteren die am schnellsten wachsende Gruppe der Internetnutzer darstellen. Parallel dazu wächst das Angebot zielgruppenspezifischer Webseiten. Bei dem Begriff “Seniorenportal” weiss jeder was gemeint ist, werblich einfühlsam erscheint mir die Benennung aber dennoch nicht. So oder so: ob nun Geschäftsinteressen dahinter stehen oder der Aufklärungs- und Informationswillen der öffentlichen Hand ist eigentlich egal. Für den Nutzer sind Qualität, Aktualität  und Vielfalt ausschlaggebend. Im Hinblick auf die kommunalen Informationsbedürfnisse scheinen mir Bremen und Bremerhaven eine wirklich gewinnende Plattform gebastelt zu haben. “Seniorenlotse Bremen” halte ich auch für gewinnender und aussagekräftiger als das immergleiche “Portal”. Schauen Sie sich das doch mal hier an! Vielleicht fühlt sich der eine oder die andere durch ein solches Beispiel animiert, Ähnliches für den eigenen Sprengel auf den Weg zu bringen. Die Nutzer werden es danken.

Mittwoch, 30. September 2009
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Dirk Getschmann
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Und wieder ein Jährchen drauf

Mit schöner Regelmaessigkeit gibt das Statistische Bundesamt bekannt, dass an Hand der Sterbetafeln neue Altersrekorde (statistisch) ins Haus stehen. Dies ist so wiet Routine, dass man darüber eigentlich nicht zu reden bräuchte. Die Tagesschau hat noch etwas tiefer gblickt, und bei ihr liest man, dass die Lebenserwartung der Jungen den Angaben zufolge um fünf Monate, die der Mädchen um einen Monat gestiegen sei. Dies ist nun tatsächlich sehr interessant, da sich bei der Fortschreibung einer solchen Diskrepanz das Sterbealter von Mann und Frau bald angenähert haben könnte. Wo liegen die Gründe? Was hat sich am Setting geändert, dass die Männer auf einmal zulegen können. Ob die Wissenschaft eine Anwort versuchen wird?

Donnerstag, 24. September 2009
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Dirk Getschmann
Abgelegt unter: Demographie und Wissenschaft
 
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