OK: dass Bewegung besser ist als ewig den Hosenboden zu scheuern, ist uns allen längst bekannt. Nun hat aber eine Zwillingsstudie am Londoner King´s College gezeigt, in welchem Ausmass Bewegungsvermeidung den Menschen vor der Zeit genetisch altern lässt. Das Indiz dafür war nicht der schöne Schein, sondern die Anzahl bzw. die Länge der Telomere – das sind die Endstücke der Chromosomen. Schon länger wird gemutmasst, dass hier der Schlüssel für den Alterungsprozess insgesamt verborgen liegt. Jedenfalls weisen die bewegungsfreudigen Zwillinge in der genannten Studie im Vergleich mit ihren stubenhockerischen Ebenbildern bis zu zehn Jahre Altersunterschied auf – im Hinblick auf die Länge ihrer Telomere. Sie wirken also nachhaltig jünger. Und jetzt? Vielleicht wenigstens mal einen Spaziergang machen?