In jüngerer Zeit wurde die Maximalisierung der Lebenszeit in vielen Gazetten erneut thematisiert. Hinzu kamen Berichte von neuen Einfrieroptionen für Verstorbene in den USA. Das Ziel ist schon altbekannt: die Herrschaften möchten aufgetaut werden, wenn die Wissenschaft endlich das Geheimnis des ewige Lebens entschlüsselt hat. Von Seiten der Proceedings der Nationalen Akademie der Wissenschaften (hier zitiert) gibt es nun einen herben Rückschlag für die Unsterblichkeitsjäger: Mathematisch betrachtet ist die Ewigkeit – zumindest hier auf Erden – mit unseren Zellen nicht machbar. Mit dem Alter verlieren immer mehr Zellen ihre Funktion und parallel wachsen Krebszellen immer schneller heran. Man kann sich theoretisch nur den einen oder den anderen Weg aussuchen. Zum Tod führen beide. „(…) einige unserer Zellen wachsen wie verrückt. Was wir zeigen, ist, dass dies eine doppelte Bindung bildet – ein catch-22. Wenn Sie diese schlecht funktionierenden, trägen Zellen loswerden, dann können Krebszellen sich vermehren, und wenn Sie diese Krebszellen loszuwerden oder zu verlangsamen, dann können sich träge Zellen ansammeln “ berichtete Paul Nelson, Hauptautor der Studie. Versuche, durch Radikaldiäten den Aufwuchs von Krebszellen quasi auszuhungern, ist – zumindest bei Rhesusaffen – duchaus ein gewisser Erfolg beschieden. Aber wer bitte will seine letzten Jahre auf Kosten penetranten Hungergefühls verlängern?