Dreht sich der Arbeitsmarkt?
In der heutigen Ausgabe des Hamburger Abendblattes gibt es Hinweise für eine Tendenzwende, die auch „ältere Arbeitnehmer“ – wo fängt „älter“ eigentlich an? – wieder hoffnungsvoller auf den Arbeitsmarkt blicken läßt.
In der heutigen Ausgabe des Hamburger Abendblattes gibt es Hinweise für eine Tendenzwende, die auch „ältere Arbeitnehmer“ – wo fängt „älter“ eigentlich an? – wieder hoffnungsvoller auf den Arbeitsmarkt blicken läßt.
Anläßlich eines Netzwerktreffens sprach ich gestern mit einem etwas älteren Soziologen, der im ländlich-kommunalen Bereich unter anderem für die Kapazitätsplanung von Altenheimen zuständig ist. Er wartete mit der These auf, dass die Sterbetafeln bald wieder korrigiert werden müssten – nach unten! Seiner Ansicht nach ist die statistische Single-Generation der Babyboomer nicht in der Lage, familienähnliche Verbände zu gründen, um der Altersvereinsamung und -depression entgegenzuarbeiten. Traurig und vereinsamt werden sie statistisch früher von dieser Erde scheiden als ihre Vorgänger. Ich halte dagegen unsere Generation – im statistischen Mittel – für schlau genug, um beizeiten aus dem Lebensvorbild der Elterngeneration die nötigen Schlüsse zu ziehen: wo man nicht im Familiekontext älter werden kann, wird man es im Zusammenspiel mit Freunden schaffen müssen. Denn das Bild des Altenheimbewohners wird kaum an Attraktivität gewinnen.
Mit 90 anderen Skifahrern in einer Gondel. Nur ein Paar andere Skier ist länger als die meinen. Der Rest fährt mittlerweile Carver. „Ist viel einfacher“ „Macht viel mehr Spaß!“ Bin ich ein Fossil? Rückständig? Dem Neuen abgewandt? Nein! Auch gute Carver kommen an die Eleganz geübter Skifahrer nicht heran. Viele – nicht nur Jugendliche – carven viel zu schnell über die Pisten und gefährden sich und andere mehr als dies angetrunkene Skifahrer früher taten. Rasen zu können ohne sich aufs Bremsen zu verstehen fällt dem Carver leichter als dem Skifahrer.
Ich glaube, es macht Spaß und ist richtig, sich hin und wieder auf der Basis durchdachter Argumente einem Trend nicht anzuschliessen und schlichtweg beim Alten zu bleiben. Immer nur Mitzumachen hält nicht jung! Ausserdem: Irgendwann wird die Industrie fast jedem einen Carver angedreht haben und dann ohnehin die langen Latten wieder ins Programm hieven. Schließlich werden ja auch zunehmend wieder Vinylschallplatten gepreßt.