Wer rastet der rostet

Ein so alter Spruch! Und doch hat nun eine Forschergruppe vom Institut für Psychatrie am King´s College zu London seine Richtigkeit erneut belegen können. Demenz und Alzheimer verschieben sich weiter nach „hinten“, wenn sich die Lebensarbeitszeit ebenfalls weiter nach „hinten“, also ins höhere Alter hinein erstreckt. Die Auswertung der Akten von 1320 Demenzkranken legt diesen Schluß nahe. Genaueres kann man hier nachlesen. Generell gilt höhere Bildung, die ohne das gewisse mehr an geistiger Tätigkeit nun einmal nicht zuerwerben ist, als demenzlindernd bzw. verschiebend. In Summe lässt sich das Rostansetzen natürlich auch ohne berufliche Verpflichtungen erreichen.   Hier hängt vieles von dem Selbstbild ab, das man von sich als „Rentner“ entwickelt. Nicht erst im „Ernstfall“, sondern planerisch in den Jahren davor.

„Heute lebe ich nach der Maxime, dass die Langeweile der Feind eines gesunden Alterns ist.“

Jutta Limbach, deren überschriftstiftendes Statement hier nachlesbar ist, ist -einstweilen- am Ende ihrer offiziellen Karriere angelangt. Gestern übergab sie die Leitung des Goethe-Institutes an ihren Nachfolger. Nachdem sie altersbedingt (ja, auch dort greift Väterchen Staat mit strenger Hand in den Lauf den Dinge ein) den Vorsitz des Bundesverfassungsgerichtes niederlegen musste, machte sie auch ihrem neuen Amt Ehre, brachte die Neusortierung des Goethe-Insitutes weit voran. Dass diese großartige Dame nun mit 74 Jahren die Hände in den Schoß legen wird, ist unwahrscheinlich. Wie schön! Ach: drei Kinder hat sie „nebenbei“ auch noch erfolgreich groß gezogen. Chapeau, Madame!