31.08.2026 | Allgemein, KI, Roboter, Zukunft
Für eine Weile – in den Jahren 2022/23 – schien es, als wäre KI einfach ein neuer Trend, der durch die Dörfer getrieben wurde. Lächerlich fehlerhafte Antworten auf Fragen an „Maschinen“, die sich Künstlicher Intelligenz bedienten, waren genauso an der Tagesprdnung wie sechs Finger an einer Hand oder kein Gesicht bei bildgebenden KIs. Aber das immer intensiver werdende Gespräch über die Leistung verschiedener Large-Language-Modelle intensivierte sich. Die Nutzungsoptionen gewannen bald an Bedeutung auch für Menschen, die mit Software und Algorythmen zunächst mal nichts am Hut hatten. Mittlerweile wissen wir, dass die japanische Gesellschaft Roboter in der Pflege nutzt. Ja, auch Roboter basieren auf KI. Unsere demographische Entwicklung spricht dafür, dass auch wir die kleinen elektrischen Freunde künftig häufiger in Krankenhäusern und Pflegeheimen antreffen werden. Aber das ist bei weitem nicht alles. Immer mehr Lebensbereiche werden zu Arealen, auf denen sich auch KIs tummeln. Weltweit werden Billionen, ja, tausende von Milliarden investiert, um die nötige Rechenleistung von Künstlichen Intelligenzsystemen zu vermehren. Auch als älterer Mensch sollte man sich demnach nicht einfach wegducken. Wer meint: „interessiert mich nicht“, dürfte früher oder später überrascht sein, wie sehr sich Kis für ihn interessieren.
Ob wir mal mit ihr zusammenarbeiten? Bild von techmanic auf pixabay.com
Kurz und gut: man sollte die Beschäftigung mit dem Thema nicht allein den Fachleuten überlassen. Gesprächsfähigkeit ist auch hier wichtig. Wo kann man sie erwerben? Ein ziemlich großartiges Anbegot an Informationen und Weiterbildungsmöglichkeiten bietet das KoKIA, das Kompetenzcenter KI & Alter. Hierbei handelt es sich um eine Gründung durch die Bundesarbeitsgemeinschaft de Seniorenorganisationen, kurz BAGSO. Surft man durch die unendlichen Weiten des WWW, findet man auch weitere Angebote. Aber die „eingebaute“ Altersgerechtigkeit, spricht eindeutig dafür, hier die ersten Schritte zu wagen.
04.08.2026 | Allgemein, Forschung, Gehirn, Gesundheit, Reaktionszeit, Übung
Die Pharmazeutische Zeitung berichtet von einer amerikanischen Studie, in der 2.800 ältere Erwachsene einem langjährigen Trainingsprogramme für Gedächtnis, logisches Denken und Verarbeitungsgeschwindigkeit ausgesetzt waren. Ein Minderungseffekt für Demenzauftritt wurde nur beim Trainingsbereich Verarbeitungsgeschwindigkeit festgestellt. Auch wenn nicht sicher ist, ob das 25%ig geringere Auftreten von Demenz tatsächlich ausschließlich diesem Trainingseffekt zuzuschreiben ist, ist ein positives Ergebnis klar erkennbar.
Das Schöne daran ist, dass die Reaktionszeit zwischen dem überraschenden Auftauchen eines äußeren Reizes und der motorischen Reaktion des Körpers trainiert werden kann.
Es geht also um die Effizienz der Informationsverarbeitung im zentralen Nervensystem. Sie gilt als funktioneller Marker der Gehirnleistung. Wenn diese im Alter früh nachlässt, muss von einem erhöhten Demenzrisiko ausgegangen werden.

Qual der Wahl
Training hilft also nicht nur der reinen Motorik, sondern hat auch positive neurologische Folgen. Tennis wird als Beispiel genannt, aber sicherlich dürfte Tischtennis ähnlich wirksam sein. Und zumindest im Winter kann unsere Reaktionsfähigkeit auch durch einschlägige Online-Spiele trainiert werden. Übertreibung schadet natürlich, denn der Faktor Bewegung bleibt letztlich auf Maus- und Tastaturhand beschränkt.
Ach so: auch regelmäßiges Werfen und Fangen von Tennisbällen an die Wand soll helfen. Hat man das dahinterliegende Prinzip verstanden, ergeben sich viele Optionen, um derartiges Training elegant ins Alltagsgeschehen einzuflechten. Kurz gesagt: auf Unberechenbarkeit zu antworte, übt!
07.07.2026 | Allgemein, Alter, Demographie
Wir werden immer älter. Die aktuelle Apotheker-Zeitung zeigt neue Zahlen. Die Corona-Delle, die die durchschnittliche Lebenserwartung ein Stück nach unten drückte, ist mehr als ausgeglichen.Das gilt auch für alle über 65 Jahre: Die noch verbleibende Lebenserwartung für einen 65 Jahre alten Mann liegt augenblicklich bei 18,2 Jahren. Eine gleichaltrige Frau hat im Schnitt noch 21,2 Jahre vor sich. Dies entspricht einem durchschnittlich erreichbaren Lebensalter von 86,2 Jahren bei den Frauen und 83,2 Jahren bei den Männern. Die Frage, was diesen Sprung – plus ein Monat für Frauen und plus 2 Monate für Männer im Vergleich zum Vorjahr – veranlasst, bleibt unbeantwortet.

Ein Baustein für die Langlebigkeit? Bestimmt nich für jeden.
In der ersten Hälfte des zurückliegenden Jahrhunderts wurden die größten Alterszugewinne durch die drastische Verminderung der Kindersterblichkeit erreicht. An diesem Faktor hat sich aber in den vergangenen Jahrzehnten nur noch wenig getan. Womit wir dann wieder beim üblichen Rätselraten wären: mehr Bewegung? Mehr Sozialkontakte? Bewussteres Essen? Oder die gute Mischung aus allem. Das Schöne ist, dass wir als Menschen alle ordentlich unterschiedlich sind. So konnte auch ein Kettenraucher wie Ex-Kanzler Helmut Schmidt fast 97 Jahre alt werden. Vielleicht liegt mehr Weisheit darin, sich um ein subjektiv gutes Leben zu kümmern, als sklavisch den immer wieder neuen Tips zur Lebensverlängerung zu folgen.
18.05.2026 | Allgemein, Kultur, Sport
Neben dem vernünftigen Essen (was das ist, wird von Fachfrauen und -männern in biblischer Fülle diskutiert und kommuniziert. Aber bei allen Unterschieden ist doch deutlich, dass derjenige, der sich im Rahmen seiner Möglichkeiten um gesunde und frische Kost kümmert, tendenziell eher ein paar Monate oder Jahre mehr auf diesem Planeten verbleibt als das blind schlingende Futtermonster.) ist es der Sport oder die sportlichen Aktivitäten, die uns ein längeres Leben verleihen können. Auch hier ist die Diskussion endlos und die Schwerpunktsetzung unterschiedlich. Obendrei schwankt sie – wie auch bei der Ernährungsfrage – im Lauf der Jahre von einer auf eine zweite und dann auf eine dritte Position. Jeweils natürlich unangreifbar bis neue Erkenntnisse… lassen wir das.

Viele nicken hier andächtig, meinen aber doch, dass „Sport nunmal nichts für sie sei“. Bislang konnte man das nur mit einem „Schade, selber schuld“ quittieren. Nun berichtet ein schweizer Magazin aber von einer Forschergruppe in Großbritannien, die herausgefunden hat, dass die regelmäßige Nutzung von Kultur (Lesen, Theater, Musikhören, Museen besuchen) einen ähnlichen Verjüngungseffekt – oder sagen wir lieber: verlangsamenden Alterungseffekt – zeigt wie sportliche Aktivitäten. Die Leiterin der Studie, Daisy Fancourt vom University College London, fasst zusammen: Die Studie mit 3.500 Menschen zeige, dass Menschen, die häufiger und vielfältiger Kunst- und Kulturaktivitäten nachgingen, «ein langsameres Alterungstempo und ein jüngeres biologisches Alter aufwiesen». Das sei sogar in der DNA der Menschen ersichtlich. Nun werden kritische Geister sofort einschreiten und auf nicht berücksichtigte Rahmenfaktoren verweisen. Aber nein, die Zusammenhänge waren zum einen bei Personen ab 40 Jahren stärker ausgeprägt und blieben auch nach Berücksichtigung von Faktoren, die die Ergebnisse verfälschen könnten, wie Raucherstatus, Bildungsniveau und Einkommen, bestehen. Ist das nicht schön?! Das Theater- oder Musikabo lässt uns genauso langsamer altern wie eine einmalige Sportaktivität pro Woche. Auf den ersten Blick haben die beiden Betätigungsfelder ja nicht viel miteinander gemeinsam. Aber die Forschenden vermuten, dass die Tatsache, das beides hilfreich ist, «daran liegen mag, dass jede Aktivität unterschiedliche ‹Zutaten› enthält, die der Gesundheit zuträglich sind, wie zum Beispiel körperliche, kognitive, emotionale oder soziale Stimulation». Vielleicht könnten wir ja auch beides aktivieren….
Ausführlicher kann man die Studie hier nachlesen.
09.02.2026 | Allgemein, Digitale Welt, Forschung, Gehirn
Auf der einen Seite der Altersskala wird immer häufiger über Zugangsverbote zu Handys und sozialen Medien diskutiert. Am anderen Ende der Skala scheint sich der Sachstand nahezu umgekehrt zu entwickeln: Das Fachjournal Nature Human Behaviour kommt bei der Auswertung von 57 Studien mit mehr als 400.000 Teilnehmern zu einem eindeutigen Schluss: die aktive Smartphone- und Internetnutzung kann den kognitiven Abbau ab 50 verlangsamen. Mögliche Nachteile wie Spielsucht oder das Auslagern des Denkens an Suchmaschinen fallen weniger ins Gewicht als die Vorteile. Hier hebt die Forschung drei Aspekte heraus:
Das Erlernen und der Umgang mit neuen Apps fordert das Gehirn – und fördert es damit.
Die sozialen Netze und/oder Videotelefonie macht es Älteren einfacher, nicht in soziale Isolation abzugleiten. Die als schwerwiegender Nachteil für gesundes Altern gesehen wird.
Die Beschäftigung mit den Inhalten des Internets in all seinen möglichen Verästelungen baut eine sogenannte „kognitive Reserve“ auf, die helfen kann, altersbedingte Veränderungen im Gehirn auszugleichen.
Also: Auf nach Digitalien!

Lest die Signale!
31.12.2025 | Allgemein, Einstellung
Das neue Jahr ist schon in Sichtweite. Wird es gut?
Man kann ihm mit der routinierten Skepsis des deutschen Mecker-Michels begegnen oder mit der Hands-on-Mentalität des Optimisten. Das ist zwar anstrengender, aber auch erfüllender. In wissenschaftlichen Kreisen mehren sich die Stimmen, die betonen, dass neben Ernährung, Bewegung und sozialen Aktivitäten auch die innere Einstellung zum Alter einen wichtigen Drehknopf darstellt: Je positiver man zum eigenen Alter und der Zukunft steht, desto weniger gesundheitliche Hürden bauen sich auf. Also, die eigene Einstellung zum Alter ist wichtig! Vielleicht haben Sie ja auf Ihrem Zettel mit den Vornahmen für 2026 noch Platz, um auch diesen Aspekt als To-Do zu notieren…

Drehknopf für mehr Power
Ich glaube, 2026 freut sich schon auf unser Engangement! Kommen Sie gut rüber und rein!