Online kaufen

Auch im Internet werden die Älteren nun als eigene Zielgruppe bedient: unter www.seniorenland.com kann man nicht nur Fußsprudler oder Seniorentelefone erwerben. Möbel, Altershilfen, Ernährung lauten einige der orientierungsspendenden Reiter. Das andere Verkaufsverständnis wird hier deutlich „...bisher werden Produkte für Senioren immer mit „Krankheit“ in Verbindung gebracht – das wollen wir aufbrechen und versuchen Normalität in diesen irgendwann jeden Menschen betreffenden Teil des Lebens zu bringen.“ Richtig so. Mal vorbeischauen…

„…bis 125“

Auch bei der Spielzeugindustrie ist die Kenntnis der geänderten Lebenserwartung angekommen: momentan werden kleine Würfel aus Schaumstoff vertrieben, die – analog zum alten Zauberwürfel aus den 80er Jahren – auf verschiedenem Niveau das Verschieben der Segmente hin zu einer einheitlichen Farbfläche pro Würfelseite zum Ziel haben. Also ein nettes Remake für Kinder. Aber anders als früher – wir erinnern uns – steht hier nicht mehr von 9-99; sondern in der schwersten Variante: „von 9 bis 125“. Hat doch was!

„Altersweitsichtigkeit“

Ist ein solcher Begriff eigentlich noch haltbar? Die meisten Menschen, die jetzt 40 Jahre alt werden und damit potentiell über kurz oder lang zu Opfern der mit 40 beginnenden „Altersweitsichtigkeit“ werden, müßten gegen den Begriff eigentlich aufbegehren: statistisch kaum die zweite Lebenshälfte errreicht und nun das? Vielleicht wäre „Erwachsenenweitsichtigkeit“ treffender?

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