Endlich in einer großen Zeitung ein „Heft über das Altwerden“. Die Redaktion weiß worüber sie berichtet, wovon sie erzählt: Das jüngste Mitglied des Stabes ist Jahrgang 1938, das älteste nochmals 16 Jahre älter. Die auf der Titelseite gelieferte Erklärung für dies Heft ist ebenso wahr wie simpel: „Bald wird es in Deutschland mehr alte als junge Menschen geben“.  Tja, nicht nur uns ist das bekannt, aber noch immer muss man eine Verweigerungshaltung dem Thema gegenüber feststellen. Leider. Aber zurück zum Heft: Grundfragen des Alterns werden in kurzen Beiträgen beleuchtet: Ruhestand und Nutzlosigkeit, die Bedeutung des Aussehens, das Gebot der Mäßigung (mit dem Dirigenten Monteux illustriert, der auch mit 85 Jahren noch auf einem Zehnjahresvertrag bestand) und andere. Der Ton dieser Beiträge bleibt nüchtern, neigt weder zu Weinerlichkeit noch zu alberner Alterskomik. Hinzu kommen wunderbare Schwarz-Weiß-Portraits (bekannter) alter Menschen von Stefan Moses. Das Fazit dieser Lobeshymne: unbedingt kaufen und aufheben: Süddeutsche Zeitung Magazin, Nr. 47 vom 23. November 2007.