Auf der einen Seite der Altersskala wird immer häufiger über Zugangsverbote zu Handys und sozialen Medien diskutiert. Am anderen Ende der Skala scheint sich der Sachstand nahezu umgekehrt zu entwickeln: Das Fachjournal Nature Human Behaviour kommt bei der Auswertung von 57 Studien mit mehr als 400.000 Teilnehmern zu einem eindeutigen Schluss: die aktive Smartphone- und Internetnutzung kann den kognitiven Abbau ab 50 verlangsamen. Mögliche Nachteile wie Spielsucht oder das Auslagern des Denkens an Suchmaschinen fallen weniger ins Gewicht als die Vorteile. Hier hebt die Forschung drei Aspekte heraus:
Das Erlernen und der Umgang mit neuen Apps fordert das Gehirn – und fördert es damit.
Die sozialen Netze und/oder Videotelefonie macht es Älteren einfacher, nicht in soziale Isolation abzugleiten. Die als schwerwiegender Nachteil für gesundes Altern gesehen wird.
Die Beschäftigung mit den Inhalten des Internets in all seinen möglichen Verästelungen baut eine sogenannte „kognitive Reserve“ auf, die helfen kann, altersbedingte Veränderungen im Gehirn auszugleichen.
Also: Auf nach Digitalien!
Lest die Signale!