Reaktionszeit kürzen – Demenzrisiko senken.

Reaktionszeit kürzen – Demenzrisiko senken.

Die Pharmazeutische Zeitung berichtet von einer amerikanischen Studie, in der 2.800 ältere Erwachsene einem langjährigen Trainingsprogramme für Gedächtnis, logisches Denken und Verarbeitungsgeschwindigkeit ausgesetzt waren. Ein Minderungseffekt für Demenzauftritt wurde nur beim Trainingsbereich Verarbeitungsgeschwindigkeit festgestellt. Auch wenn nicht sicher ist, ob das 25%ig geringere Auftreten von Demenz tatsächlich ausschließlich diesem Trainingseffekt zuzuschreiben ist, ist ein positives Ergebnis klar erkennbar.
Das Schöne daran ist, dass die Reaktionszeit zwischen dem überraschenden Auftauchen eines äußeren Reizes und der motorischen Reaktion des Körpers trainiert werden kann.
Es geht also um die Effizienz der Informationsverarbeitung im zentralen Nervensystem. Sie gilt als funktioneller Marker der Gehirnleistung. Wenn diese im Alter früh nachlässt, muss von einem erhöhten Demenzrisiko ausgegangen werden.

Tennis, Tischtennis oder Videospiel?

Qual der Wahl

Training hilft also nicht nur der reinen Motorik, sondern hat auch positive neurologische Folgen. Tennis wird als Beispiel genannt, aber sicherlich dürfte Tischtennis ähnlich wirksam sein. Und zumindest im Winter kann unsere Reaktionsfähigkeit auch durch einschlägige Online-Spiele trainiert werden. Übertreibung schadet natürlich, denn der Faktor Bewegung bleibt letztlich auf Maus- und Tastaturhand beschränkt.
Ach so: auch regelmäßiges Werfen und Fangen von Tennisbällen an die Wand soll helfen. Hat man das dahinterliegende Prinzip verstanden, ergeben sich viele Optionen, um derartiges Training elegant ins Alltagsgeschehen einzuflechten. Kurz gesagt: auf Unberechenbarkeit zu antworte, übt!

 

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