Älterer deutscher Mann in Japan?

Älterer deutscher Mann in Japan?

Das Internet kann einen ob seiner Vielfalt immer wieder verblüffen. So gibt es für deutschsprachige Männer über 60, die in Japan leben, auch eine Möglichkeit, sich einer Gemeinschaft Gleichgesinnter anzuschliessen. Ziel: Abhilfe für die entfallenden Sozialkontakte des Berufslebens zu schaffen.

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Auch Japaner, die eine kulturelle Brücke nach Deutschland haben, finden sich in diesem Kreis wieder. Welche Geheimnisse der Austausch wohl in diesem Land mit der höchsten Lebenserwartung zu Tage bringt? Schnuppern Sie hier doch mal rein…

Neues aus dem Gral der Altersforschung

Neues aus dem Gral der Altersforschung

Wenn es so etwas wie einen Gral der Altersforschung gibt, dann befindet er sich in Baltmore, USA. Dort ist das National Institute on Aging Amerikas beheimatet. Die Besonderheit liegt in seiner seit 50 Jahren andauernden Massenstudie. Seit 1958 werden alljährlich die selben 3000 Freiwilligen (die alle jung, fit und bei bester Gesundheit waren, als sie für die Studie ausgewählt wurden) für drei Tage in das dortige Harbor Hospital zur Datenerhebung bgebeten. Pro Aufenthalt werden je Person 15.000 Daten erhoben. Es wird gemessen, gescannt und erhoben was die Medizin messen, scannen und erheben kann. Der über die Zeit entstandene Datenschatz dürfte  Gerontologen für Jahrzehnte interpretative Schwerstarbeit erlauben. Der aus Italien stammende Leiter, Luigi Ferrucci, zieht in einem Radiointerview eine Quintessenz zum Thema Langlebigkeit.

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Grau aber gut gelaunt: Altersforscher Luigi Ferrucci aus Baltimore

Drei Dinge scheinen besonders relevant zu sein:

1.  Täglich Bewegung. Ok, das wussten wir schon, aber: der positive Unterschied zwischen zehn Minuten Spaziergang und Nichtstun ist größer als der zwischen 10 Minuten Spaziergang und einer Stunde Joggen. Mehr hilft hier also offensichtlich nicht im erwarteten Maße mehr.

2. Täglich Obst, Gemüse, Fisch. Und nur ein Nahrungsergänzungsmittel: Omega 3-Fettsäuren.

3. Genügend Schlaf. Was „genügend“ ist, muss individuell definiert werden. Schlafmangel ist jedenfalls ein Positiv-Indiz für frühere Sterblichkeit.

Übrigens hält er augenblicklich 140 Jahre für ein realsistisch erreichbares Lebensalter.

Der Stress an der Partnerfront lohnt sich

Nach vielen Jahren gemeinsamen Zusammenlebens wird gern überlegt, ob sich die Beziehung denn noch „lohnt“. Das ökonomische Kalkül macht auch bei Herzensdingen nicht überall eine Ausnahme. Nun gibt es einen Grund mehr „dran“ zu bleiben, auch wenn es manchmal schwerfällt: Eine Schwedische Studie weist darauf hin, dass Menschen, die in ihrem mittleren Alter (um das 50. Lebensjahr herum) alleine leben, signifikant häufiger an Altersdemenz erkranken. Jenseits von gentechnischer Prädisposition macht dies deutlich, dass auch – oder vielleicht gerade? – eine anstrengende Partnerschaft unseren Kopf aktiver und unter mehr Strom hält als dies bei der bequemen, selbstzentrierten Lebensweise des Singles der Fall ist.  Wie gesagt: im statistischen Regelfall. Es gibt mit Sicherheit viele Singles, die ein entscheidend demenzverhütenderes (vulgo: aufreibenderes) Leben führen als viele fortgeschrittene Paare.

Alterscoaching

Alterscoaching

Es ist schon eine Weile her, da bat mich der Abteilungsleiter eines renommierten Geldinstitutes ihm coachend zur Seite zu stehen. Vordergründig ging es um sein Verhältnis zu Mitarbeitern und Sekretärin. Nachdem aber aus der Vertrauensbasis echtes Vertrauen gewachsen war, rückte er mit seinem Hauptproblem heraus: Er würde bald 63 Jahre werden, und er hätte den Eindruck, dass alle anlässlich der dann anfallenden Feier die Bekanntgabe seines Rückzugs aus dem Berufsleben erwarten würden. Er jedoch hätte eigentlich Spaß an seiner Arbeit und würde gerne noch ein paar Jahre länger dran bleiben. Ohne ins Detail zu gehen: vorzeitige Verrentungsangebote wie sie flächendeckend üblich waren, trieben viele Menschen via Gruppendruck zu früh in die Rente. Meinen Coachee konnte ich von seiner eigenen Kraft, Kompetenz und Stärke so überzeugen, dass die Gerüchte aus dem Umfeld – wenn es sie denn wirklich gegeben hat und sie nicht Produkte einer  traditionsgeschuldeten Selbsttäuschung waren – zu verschwinden schienen. In diesem Sinne hielt er seine Geburtstagsrede.

Wir sollten die Entscheidung wann wir – und ob überhaupt – „in Rente gehen“ so wenig wie möglich durch die Erwartungshaltung des Umfeldes beeinflussen lassen. Auch unsere kulturellen Prägungen gehören dazu. „Was bitte möchtest Du wirklich, wirklich in den nächsten Jahren tun?“: diese Frage sollte man sich selbst stellen und mit genügend Bedenkzeit versehen auch beantworten. Wir sollten nicht die Konvention für uns entscheiden lassen!

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Und wenn der Rote sich selbst gar nicht als rot sieht?

© Pixelio; S. Hofschlaeger

Skepsis ist auch bei  „Bio“ geboten

Skepsis ist auch bei „Bio“ geboten

Wir können viefältiger und gesünder essen als dies jemals zuvor in unseren Landen möglich war. Es sei denn, man nimmt nur die zahlungskräftigen Eliten in den Fokus. Da mag das Ergebnis anders aussehen. Wir bleiben beim Durchschnittsverbraucher. Dennoch treibt uns bei der Speisenauswahl häufig die Panik: zu fett? Zu ungesund? Gentechnisch fragwürdig? Bakterienverseucht? Usw. Wie gesagt: Mit einem bisschen historischem Abstand fällt dies alles zu Nörgelei auf hohem Niveau zusammen. Aber der Impetus, die Dinge noch besser zu machen, soll nicht in Frage gezogen werden.

kartoffel Bio und bekömmlich?

„Bio“ und all seine Derivatplaketten verheissen auf den ersten Blick bessere Qualität und schonenderen Umgang mit der Umwelt. Leider ist das Leben und seine fälligen Entscheidungen aber auch hier nicht einfach in gute Bioprodukte und böse Nicht-Bio-Waren zu scheiden. Jüngstes Beispiel: Kartoffelsalat. Die Stiftung Warentest (der ich persönlich als eine der wenigen rückhaltlos vertraue) hat Fertigkartoffelsalate getestet. Das schlechteste Ergebnis hat dabei der einzige Bio-Kartoffelsalat eingefahren. Zu viele Hefepilze und Geschmack von alten Kartoffeln. Bleiben wir also wachsam – auch wenn „Bio“ auf der Packung steht.

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