25.03.2008 | Allgemein, Gesellschaft
Kommunikationspartner vermehren sich nicht von alleine. Sie sterben nur allein. Deshalb ist es schön, dass die Möglichkeiten, neue Menschen kennen zu lernen, nun auch zunehmend durch das Internet gefördert werden. So auch unter https://community.seniorentreff.de/
09.03.2008 | Allgemein, Arbeitswelt, Sport
In der taz vom 6. März findet sich auf Seite 2 folgende Information: „…Als Vater von 17 Kindern hatte Martin seinen Ruhestand 99-jährig beendet, um wieder drei Tage die Woche in einer Klempnerei-Firma arbeiten zu gehen. Zu Hause langweilte sich der Rentner.“ Dass er ausserdem bekannt gab, beim nächsten London Marathon mitlaufen zu wollen, schlägt dem Faß die Krone aus – oder eben auch nicht. Es geht eben viel mehr als so mancher denkt! Ach so: Bruster Martin ist nun 101 jahre alt.
22.02.2008 | Allgemein, Demographie
Zumindest für Männer scheint diese auf den ersten Blick widersinnige Gleichung zu stimmen. Zahlen des Rostocker Zentrums für Demografischen Wandel zeigen, dass Männer, die früher in Rente gehen, eine niedrigere Lebenserwartung haben als jene, die noch ein, zwei, drei Jahre länger im Geschirr stehen. Eine Kausalverbindung ist nicht nachweisbar, aber der Verdacht, dass gerade Männer ihre Sozialkontakte vor allem im Berufsleben haben und nach dem Ende des selben schneller Opfer von Vereinsamung werden können als die von Jugend an eifriger kommunizierenden Frauen, scheint nachvollziehbar. Die Zahlen: Männer, die mit 60 in Rente gehen, leben statistisch noch 15,5 Jahre – Männer, die sich erst mit 66 jahren aus dem Berufsleben verabschieden, haben statistisch noch 17,6 Jahre vor sich. Quelle: Deutschland im Demografischen Wandel, S. 95. Als Download hier einzusehen.
15.02.2008 | Allgemein, Arbeitswelt, Gesellschaft, Kultur
Portale für die Belange älterer Bürger/innen spriessen aus der Erde wie die Krokusse. Ein besonders gelungenes – letztlich auch, weil keine Kommerzinteressen dahinter stehen – hat das Bundesministerium für Kinder, Familie und Senioren zu bieten. Jenseits von „Pflege, Hilfe und Betreuung“ werden hier ganz viele Aspekte des täglichen Lebens gewinnend und informationsreich angesprochen. Neben allem berechtigeten Genöle, kann man in der Arbeit der Politik auch Lobenswertes finden. Kucken Sie mal vorbei! Hier!
29.01.2008 | Allgemein, Sport, Wissenschaft
OK: dass Bewegung besser ist als ewig den Hosenboden zu scheuern, ist uns allen längst bekannt. Nun hat aber eine Zwillingsstudie am Londoner King´s College gezeigt, in welchem Ausmass Bewegungsvermeidung den Menschen vor der Zeit genetisch altern lässt. Das Indiz dafür war nicht der schöne Schein, sondern die Anzahl bzw. die Länge der Telomere – das sind die Endstücke der Chromosomen. Schon länger wird gemutmasst, dass hier der Schlüssel für den Alterungsprozess insgesamt verborgen liegt. Jedenfalls weisen die bewegungsfreudigen Zwillinge in der genannten Studie im Vergleich mit ihren stubenhockerischen Ebenbildern bis zu zehn Jahre Altersunterschied auf – im Hinblick auf die Länge ihrer Telomere. Sie wirken also nachhaltig jünger. Und jetzt? Vielleicht wenigstens mal einen Spaziergang machen?
24.01.2008 | Allgemein, Konsum, Sport
Meine Mutter vermittelte mir als Kind, dass Fahrradfahren eine prima Sache wäre. Allerdings nur für Kinder, vielleicht auch noch für junge Leute (so hiess das damals) in der Ausbildung oder im Studium. Danach aber – so ging ihr Urteil mehr zwischen den Zeilen weiter – schickt sich diese Form der Fortbewegung nicht mehr. Auch wenn ich meine Mutter ungern kritisiere, hier irrte sie geradezu fundamental. Das Fahrrad bietet eine ökologisch hoch erfreuliche Form der Weiterbewegung. Also günstige Mobilität auch für all jene, die PKWs nicht (mehr) fahren möchten, und dennoch in Bewegung bleiben wollen. Fahrradfahren ist gelenkschonend, stärkt das Herz-Kreislaufsystem und bringt via frische Luft und Bewegung automatisch rote Backen. Nun muss ich meiner Mutter in einer Sache aber doch Recht geben: richtig alte Menschen wirkten auf Fahrrädern früher eher unglücklich. Was zu einem Gutteil darin begründet lag, dass es keine altengerechten Fahrräder gab.
Dieser Tage spazierte ich an zwei Fahrradgeschäften vorbei, und siehe: die Dinge haben sich nachhaltig geändert: die Mehrzahl der ausgestellten Neufahrzeuge waren solche mit extratiefem Einstieg: bequem auch für diejenigen nutzbar, die ihre Knie nicht mehr ganz so hoch bekommen und/oder vor ausladenden Bewegungen Furcht verspüren. Also die Fahrradproduzenten haben verstanden, dass ihre Zukunft weniger in Kinder- oder Rennrädern liegt, sondern dass das wachsende Segment nun jenes der „Bequemräder“ ist. Jetzt braucht man dies Angebot nur weise zu nutzen!