09.01.2008 | Allgemein, Arbeitswelt, Gesellschaft
Unter dieser Überschrift fasst das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung zur Arbeitswelt der „Älteren“ (gemeint ist die Generation 50+) zusammen. Der absehbaren Fachkräftemangel führt offensichtlich zu einem Umdenken vieler Arbeitgeber. Wann dies Umdenken durch eine deutlich höhere Beschäftigungsquote auch spürbar wird lässt sich allerdings nur vermuten. Hier geht´s zur PI.
08.01.2008 | Allgemein, Demographie, Konsum, Werbung
Tchibo hat unter dem Motto „Jede Woche eine neue Welt“ das neue Jahr mit einem Generalblick auf vieles, was das Leben im Alter leichter und angenehmer macht, eröffnet. Nun finden sich in den Schaufenstern klappbare Duschhocker, Trolleywagen so wie Treppenlifte und Hüftbandagen. All diese kleinen und großen Helferlein waren bislang nur clandestin beim Arzt oder in verschrobenen Sanitätshäusern, Vitalcentern oder abgelegenen Orthopädiestützpunkten erwerbbar. Nun liegt die Unterstützung in tausenden von Discounterauslagen und erzählt aufs Bildhafteste die Geschichte einer älter werdenden Gesellschaft. Danke Tchibo! Jetzt wird vielen bewusst werden, dass der Wandel vom Jugend- zum Altenkult längst begonnen hat.
27.12.2007 | Allgemein, Gesellschaft
Sicher darf man von einer so ritualisierten Rede keine Unerhörtheiten erwarten. Aber immerhin hat Bundespräsident Köhler in seiner diesjährigen Weihnachtsansprache sowohl das Älterwerden als auch das Miteinander der Generationen angesprochen:
„Wollen wir uns einmal ausmalen, was passierte, wenn Jung und Alt in Deutschland richtig entdecken, was sie gemeinsam möglich machen können?
Denn schauen Sie: in den vergangenen 100 Jahren ist die Lebenserwartung bei uns um 30 Jahre gestiegen. Die gewonnenen Jahre sind ein großes Geschenk. Aber ich glaube manchmal, wir gehen damit noch nicht achtsam genug um. Da werden immer noch Menschen aufs Altenteil geschoben, die viel können, die viel Erfahrung haben und auch noch viel Kraft.“
27.12.2007 | Allgemein, Kultur
Eine der großen Jazzlegenden am Klavier ist ad maiores gegangen. Sein Werk bleibt in seiner Klassizität weiter hörbar. In unserem Zusammenhang ist vielleicht darüber hinaus wichtig, dass er sich nach einem Schlaganfall vor rund drei Jahren so weit erholt hat, dass er seinem Motto tatsächlich treu bleiben konnte: „Ich werde spielen, bis ich vom Schemel falle.“
Keep swinging, Oscar!
14.12.2007 | Allgemein, Gesellschaft, Kultur
Die Kette publikumsumstaunter Wiedervereinigungen von ehemaligen Starbands will nicht abreissen: Nur 20.000 bekamen Tickets für den umjubelten Erstauftritt ( wenn man es so nennen will) der Gruppe in London. Das mittlerweile doch „gesetzt“ zu nennende Alter spielt im Rock-Geschäft offensichtlich überhaupt keine Rolle mehr. Vielleicht beginnt auch hier wieder der Funke zu zünden, der eine gesellschaftshierarchische Neusortierung von Jung und Alt in Gang setzt – wie es Rock ´n Roll und die Beatles in den 60er Jahren geschafft haben. Im Grunde kann man nur festhalten: die Rolling Stones hatten Recht. Sie sind als einzige Großband zusammengeblieben. Bei den anderen wird sich zeigen, ob es zu mehr als einer Revivaltour reicht. Und: wird Tokyo Hotel daraus lernen?
23.11.2007 | Allgemein, Gesellschaft
Endlich in einer großen Zeitung ein „Heft über das Altwerden“. Die Redaktion weiß worüber sie berichtet, wovon sie erzählt: Das jüngste Mitglied des Stabes ist Jahrgang 1938, das älteste nochmals 16 Jahre älter. Die auf der Titelseite gelieferte Erklärung für dies Heft ist ebenso wahr wie simpel: „Bald wird es in Deutschland mehr alte als junge Menschen geben“. Tja, nicht nur uns ist das bekannt, aber noch immer muss man eine Verweigerungshaltung dem Thema gegenüber feststellen. Leider. Aber zurück zum Heft: Grundfragen des Alterns werden in kurzen Beiträgen beleuchtet: Ruhestand und Nutzlosigkeit, die Bedeutung des Aussehens, das Gebot der Mäßigung (mit dem Dirigenten Monteux illustriert, der auch mit 85 Jahren noch auf einem Zehnjahresvertrag bestand) und andere. Der Ton dieser Beiträge bleibt nüchtern, neigt weder zu Weinerlichkeit noch zu alberner Alterskomik. Hinzu kommen wunderbare Schwarz-Weiß-Portraits (bekannter) alter Menschen von Stefan Moses. Das Fazit dieser Lobeshymne: unbedingt kaufen und aufheben: Süddeutsche Zeitung Magazin, Nr. 47 vom 23. November 2007.