29.05.2007 | Allgemein, Kultur
Was ich bei Pete Townnshend (s.u.) noch als Besonderheit gesehen habe – noch immer in der Öffentlichkeit präsenter Rockmusiker – wird zunehmend zum Normalfall: nachdem The Police nach zwanzig Jahren einen fulminant erfolgreichen Start ihrer Union-Tournee in Kanada hingelegt haben, kündigten nun auch Genesis, Van Halen und die Eagles für diesen Sommer Reunion-Konzerte an.
Wahrscheinlich gibt es demnächst die meisten Bandneugründungen auch im Alterssegment über 50.
28.05.2007 | Allgemein, Arbeitswelt
Das wortreiche Wirtschaftsmagazin brand eins erkennt die Notwendigkeit, mehr Ältere im Gründungspool für neue Unternehmen vertreten zu sehen: „Sollte es bei der aktuellen Altersverteilung unter Existenzgründern bleiben – mehr als 70 Prozent sind zum Zeitpunkt ihrer Firmengründung jünger als 44 Jahre -, bedeutet das nichts anderes, als dass die Anzahl der Unternehmer in Deutschland in Zukunft überproportional schrumpfen wird. Mit anderen Worten: Alte Gründer braucht das Land, und zwar schnell.
Weiterführende Details gibt es hier zu lesen.
24.05.2007 | Allgemein, Gesellschaft, Kultur
Letzte Woche (19.5.) wurde der ehemalige Frontman von The Who 62 Jahre alt. Berühmt wurde er zum einen durch seine innovative Akustikgitarrentechnik, zum zweiten durch seine hübsche Gewohnheit, nach den Konzerten einen Teil der Instrumente mit großer Geste klein zu schlagen. Aber da war noch etwas: wir verdanken ihm den stilbildenden Satz „Hope I die before I get old“. Dieser „Forever young-Habitus“, den u.a. ja auch die Stones pflegten, wurde zum Grundcharakteristikum – jenseits aller musikstilistischen Unterschiede – der ersten und zweiten Rockmusikergeneration. Heute ist Townshend alt – und kregel. Er versucht seine Gitarrentechnik mit digitaler Hilfe zu popularisieren und bloggt sich durch die eigene Existenz. Insofern ist es ja erfreulich, dass sein Jugendwunsch nicht in Erfüllung gegangen ist. Ach ja: Nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
22.05.2007 | Allgemein, Gesellschaft, Wissenschaft
In einer Studie des Berliner Max-Planck-Institutes für Bildungsforschung wurde nun erstmals empirisch der Beweis geliefert: Menschen, die auch im hohen Alter – die Sozialaktivitäten von 516 Personen zwischen 70 und 100 Jahren wurden ausgewertet – sozial aktiv und vielschichtig interessiert sind, können in höherem Maße den alterungsbedingten Rückgang der „Mechanik der Intelligen“ aufhalten. Das Dichterwort „niemand ist eine Insel“ gilt also erst recht im Alter.
21.05.2007 | Allgemein, Arbeitswelt, Demographie, Gesellschaft
Im heute erschienenen SPIEGEL 21/21.05.07 – leider nur in der Papierausgabe, S. 76ff – wird unter dem Titel „Renaissance der Alten“ auf die steigende Zahl reaktivierter Fach- und Führungskräfte hingewiesen. Einerseits bestärkt das abnehmende Angebot jüngerer Gleichqualifizierter diesen Trend, andererseits spricht sich eben langsam die Erkenntnis herum, dass die Alten bei weitem mehr können, als man ihnen in vielen Personalabteilungen heute zutraut. Daher wagt der SPIEGEL auch nicht viel, wenn er einen zunehmenden Trend in diese Richtung prognostiziert. Interessant ist noch der Hinweis auf eine Internet-Plattform, die sich der Vermittlung von alten Fach- und Führungskräften an Unternehmen verschrieben hat.
21.05.2007 | Allgemein, Konsum, Technik
Dass man auf Geräte, die vor allem für ältere Menschen gedacht sind, nicht mit einer „Senioren…“ Aufschrift bewerben darf, ist mittlerweile schon fast ein alter Hut. Aber dass vor der Frage nach einem korrekten „altengerechten Marketing“ die Untersuchung ihrer Bedürfnisse – in diesem Fall an technische Geräte – zu stehen hat, setzt sich erfreulicher Weise nun doch allmählich durch. Auch in der gemeinhin jungen und jugendorientierten PC-Welt. Zu den bislang wenig erfolgreichen Versuchen von Siemens-Fujitsu (u.a.) lohnt es sich, bei Heise weiterzulesen.